Gedanken zum Monatsspruch Juli

 

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher werde an

Erkenntnis und aller Erfahrung.          Philipper 1,9

 

Manche träumen von viel Geld. Andere träumen von einer Weltreise. Wieder andere von der großen Liebe oder einem schönen Haus. Paulus hingegen träumt von Weisheit und Erkenntnis. Aber er träumt nicht nur. Er betet, dankt, bittet und fleht zu Gott, dass aus diesem Traum Wirklichkeit wird.

Aus tiefem Herzen liebt er die Gemeinde in Philippi (V.8). Und diese Liebe treibt ihn dazu, alle Gläubigen immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen, zu stoßen, zu lieben, darauf aufmerksam zu machen.

Sein Ziel ist nicht, als bester Prediger oder beliebtester Apostel gefeiert zu werden. Sein Ziel ist, die Menschen der Gemeinde aus Philippi auf die Ewigkeit vorzubereiten. „So dass ihr herausfindet, was das Beste für euch ist, und ihr reinen Herzens und ohne Schuld vor euren Richter treten könnt.“ Dazu braucht es weder Geld noch großen Ansehens. Es braucht vielmehr Erkenntnis

und Liebe. Darum betet er, dass die Liebe immer reicher und tiefer wird und dass alle Gläubigen immer mehr Einsicht und Erkenntnis erlangen.

Gemäß dem Wort aus 1. Korinther 13: Die Liebe hört niemals auf. Was es heißt, um die Liebe zu ringen, weiß jeder Mensch, der mit sich und vor Gott ehrlich ist. Die Liebe für Gott und andere Menschen fließt nicht wie das Wasser aus dem Wasserhahn. Vielmehr muss sie immer wieder erbeten, erkämpft, gegossen und genährt werden. Liebe ist eben nicht nur ein Wort. So wie Glaube ohne Werke auch tot ist. Liebe erweist sich in Taten, in ehrlichen Worten, in wahrhaftiger Hingabe und auch in der Bereitschaft zu verzichten. Das ist die hohe Schule des Christentums, auf die Paulus uns hier schicken will. Am Ende dieses Weges soll nicht der Doktor oder Professor stehen.

Sondern das Ticket, die Eintrittskarte für die Ewigkeit. Auf ihr stehen Dinge wie:

„Hast du deinen Nächsten geliebt? Bist du Gott nachgefolgt. Bist du bereit Menschen zu vergeben, die schuldig an dir geworden sind? Warst du treu mit den Talenten, die Gott dir anvertraut hat?“

Das ist die Kleiderordnung des Reiches Gottes, die Eintrittskarte zum Thronsaal.

Paulus ist bemüht, uns darauf vorzubereiten. Indem er betet und uns drängt:

Seht zu, dass eure Liebe immer noch reicher wird und die Einsicht und

Erkenntnis im Bezug auf Gott nicht aufhört zu wachsen. So wie die Natur blüht und wächst, sind wir gerufen an Liebe und Erkenntnis zu wachsen. Und das täglich und überströmend.

Gott segne uns alle miteinander auf diesem Weg, der bis zu unserem Tod nie zu Ende ist.

 

Es grüßt Sie/ Euch recht herzliche Ihr/ Euer Pfarrer Thomas Stiehl