Gedanken zum Monatsspruch  November

 

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel

herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.         

                                                                                                                                                                                          Offenbarung 21, 2

 

Liebe Gemeinde,

Hochzeitsplaner und Hochzeitsauto. Hochzeitskleid und Trauzeugen. Hochzeitsreise und Hochzeitsnacht. Einladungen, Gästeliste, Restaurant und Hotelbuchungen,Tischkarten und Tanz, Musik, Brautvaterrede und eine Menge Kleinigkeiten.

Es gibt wohl kaum ein anderes Fest, was nicht mit solchem Aufwand vorbereitet, geplant, mit großem finanziellen Einsatz aufgestellt wird.

Neben Verlobung und Polterabend gibt es noch in vielen Regionen einen Junggesellenabschied, Standesamt und Kirche als krönenden Abschluss dann dazu. Die meisten sagen: „Man heiratet schließlich nur einmal.“

Am meisten erinnert man sich im Rückblick dann doch an die Pannen. Eine Verwandte von mir fiel einen Tag vor der Hochzeit die Treppe runter und brauchte schnell neue Zähne, weil sie ausgeschlagen waren.

Wir vergaßen bei unserer Hochzeit die bestellte Hochzeitstorte in den Festsaal am Abend mitzunehmen. Deshalb aßen wir sie erst 1-2 Tage später mit einigen Freunden, die wir in unserer Wohnung versammelten.

Braut und Bräutigam sind auch Bilder, die in der Bibel verwendet werden. Jesus wird als Bräutigam beschrieben, der sich auf die Gläubigen als die Braut Christi vorbereitet. Aber auch wir als Gemeinde Gottes, als Christen, sollen uns auf die Wiederkehr Gottes vorbereiten. In dem Vers aus der Offenbarung ist die Rede von dem himmlischen Jerusalem, was einmal aus dem Himmel herab kommen wird. Das wird zu einer Zeit sein, wo die erste Erde und der erste Himmel bereits vorbei sein werden. Die Offenbarung redet von einem „neuen Himmel und einer neuen Erde“. Teil dieser neuen Welt wird das himmlische Jerusalem sein, das auf die Erde kommt. Mit dem Kommen Jesu auf die Erde wird Gott seinen Wohnort auf diese neue Erde verlagern. „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen.“

Und so wie wir uns ganz natürlich auf eine Hochzeit vorbereiten, indem wir uns das Wochenende frei halten, ein Geschenk kaufen, persönliche Zeilen formulieren und uns schön anziehen, ist der Ruf Gottes an uns Menschen, uns vorzubereiten auf den Tag seiner Wiederkehr. Damit wir mit gereinigten Kleidern und erneuerten Herzen vor ihm stehen können.

Denn sein Wort sagt: „Siehe, ich komme bald. Halte was du hast, damit

niemand deine Krone (die Verheißung des ewigen Lebens) dir wegnimmt.“

Die Einladung Gottes zu diesem Hochzeitsmahl ist ausgesprochen. Wir dürfen darauf reagieren. Die Begegnung zwischen Himmel und Erde, Tod und neuem Leben wird uns besonders am Ewigkeitssonntag bewusst gemacht.

 

Mit herbstlichen Grüßen Thomas Stiehl