Gedanken zur Weihnacht

 

 Ein Geschenk der Gnade

 

„Wir waren gerade erst nach San Antonio gezogen.

Kurz vor dem anstehenden Fest wollte ich mir ein neues Jackett kaufen.

In Brasilien, wo wir vorher gelebt hatten, war es nicht üblich, Jackett und Krawatte zu tragen.

So zog ich los, um mir ein neues zu kaufen, obwohl in meinem Geldbeutel Ebbe herrschte. In dem Geschäft für Herrenmode traf ich in der Abteilung mit den Jacketts Red McCombs, eine bekannte Persönlichkeit der Stadt.

Er ist Eigentümer eines großen Autohauses. Früher gehörte ihm eine Footballmanschaft in Minnesota.

Wir begrüßten uns und plauderten ein wenig miteinander. Er erzählte mir von seinem Bruder, der Pastor war. Ich betonte ihm gegenüber, wie froh ich sei, jetzt in San Antonio zu leben.

Nach einer Weile wandten wir uns wieder unseren Einkäufen zu. Ich wählte mir ein Jackett aus und ging damit zur Kasse. Dort wurde mir mitgeteilt: „Ihr Jackett wurde bereits bezahlt. Der Mann, mit dem sie sich unterhalten haben, hat ihre Rechnung beglichen.“ Mein erster Gedanke war: Mann, ich wünschte, ich hätte mir auch noch eine Hose ausgesucht. Ich hatte Schulden und ich erlebte, dass meine Schulden bezahlt worden waren. Nun hatte ich die Wahl: Ich konnte das Geschenk annehmen oder ablehnen.

Die Entscheidung fiel mir leicht.“

 

Soweit die wahre Geschichte von Max Lucado, einem bekannten amerikanischen Autor. Weihnachten ist nichts anderes für uns. Gott macht uns ein Geschenk. In seinem Sohn Jesus Christus. Und das kostenlos. In der Bibel steht: „Wie viele Christus aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“

Gott sucht auch heute noch eine Herberge. Nicht aus Stroh. Nicht aus Holz. Sondern in unseren Herzen. Heimlich, wie der edle Spender in der Geschichte, hat sich auch Gott in unsere Welt geschlichen. Als Kind in der Krippe. Weihnachten bedeutet für mich, dieses Geschenk Gottes wahrzunehmen und anzunehmen. Einmal inne halten. Das Geschenk der Geburt Christi annehmen. Auf diese Weise werden wir Kinder Gottes. Vielleicht ist es uns zu einfach, zu unerwachsen. Aber Gott kommt als Kind in diese Welt.

Er macht es uns damit leicht, ihm zu begegnen.

 

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen im Namen aller Mitarbeiter

Ihr/ Euer Thomas Stiehl