Jahreslosung 2017

Gott spricht:                           Ich schenke euch ein neues Herz

                                            und lege einen neuen Geist in euch.            Hesekiel 36,26

 

Liebe Gemeinde,

Herztransplantationen gehören inzwischen zum Alltag in Deutschland. Nicht, dass es schon Routine geworden wäre. Aber allein im Jahr 2015 wurden insgesamt 286 Herzen in Deutschland verpflanzt. 1967 wurde die erste erfolgreiche Herz-Transplantation an einem Menschen in Kapstadt durchgeführt. Die Diskussion darüber, ob solch ein Eingriff gut oder schlecht ist, dauert bis heute an.

Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ein fremdes Herz in seiner Brust schlagen zu hören. Für andere ist es der letzte Ausweg. Der Prophet Hesekiel spricht auch von einer Art Herztransplantation.

Es ist ein gewaltiges Stück Geschichte des Volkes Israel, das uns hier entgegen kommt. Nach Gericht und Zerstreuung seines Volkes in alle Nationen dieser Erde, führt Gott sie wieder zurück und sammelt sie. Und neben diesem äußeren Neuanfang will Gott vor allem Eines tun. Ihnen einen neuen Sinn und ein neues Herz geben. Wir könnten dies auch mit einem Sinneswandel beschreiben. Es scheint die beste Methode zu sein, damit sein Volk endlich nach Gottes Geboten handelt und wandelt.

Zu Beginn der Adventszeit und der nahenden Jahreswende ist das auch ein gutes Wort für uns.

Wir dürfen Gott bitten, dass er unser Herz und unseren Geist immer wieder neu macht, auf ihn ausrichtet.

Das Tolle ist, dass Gott seinem Volk diese Dinge schenken will: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Eine wahre Geschichte, die uns zeigt, das Sinneswandel und Organspende Hand in Hand gehen kann, geschah im Jahr 2005.

„Ahmed, der Junge aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Jenin, starb am 5. November 2005 bei einer Militärrazzia durch den Kopfschuss eines israelischen Soldaten. Im Krankenhaus sagten die Ärzte, dass sie für den Jungen nichts mehrtun können.

Gegen den Widerstand des Imam und anderer Palästinenser spendeten die Eltern des kleinen Jungen das Herz an ein jüdisches Kind. Sie gaben das Herz ihres palästinensischen Jungen in die Hände ihrer politischen Feinde.“

(Infos entnommen aus dem Berliner Kurier 2016)

Diese Geschichte, über die ich zu Sylvester predigen werde, macht mich im positiven Sinn sprachlos.

Das kann passieren, wenn Gott uns ein neues Herz und einen neuen Geist gibt.

Bitten wir ihn immer wieder darum, damit Weihnachten Weihnachten wird und das Jahr 2017 erfüllt ist durch seine Kraft.