Vorbereitung auf die Ernte und Erschütterung

 

Liebe Gemeinde,

 

Wer schon einmal eine Hochzeit vorbereitet hat, weiß,

wie viel Mühe es kostet.

Einladungen werden verschickt.

Eine Gästeliste wird erstellt.

Brautkleid und Anzug werden gut ausgewählt.

Ein Budget muss erstellt werden.

Ein Restaurant gemietet werden.

Die kirchliche Feier besprochen werden.

Blumen, Kutsche, Flitterwochen und vieles mehr dürfen nicht fehlen.

Musiker werden gebucht.

Ringe ausgesucht und mit Gravur versehen.

 

Ein Fotograf wird engagiert und Trauzeugen ausgesucht.

An tausend Kleinigkeiten gedacht werden.

Tischkarten platziert und eine Sitzordnung erstellt werden.

Zeiten und Abläufe sind festgelegt.

Feine Kleidung wird von den Gästen vorausgesetzt.

Geschenke und Geldspenden gehören zum guten Ton.

 

Glocken, Sektempfang und noch vieles Mehr.

Kein Brautpaar scheut diese Mühe und Vorbereitung.

Niemand klagt über die Kosten.

Oder sagt: Wir feiern im Keller, damit es nicht so teuer wird.

Auch wenn die meisten Hochzeitspaare am Tag der Hochzeit platt sind und übermüdet von den Vorbereitungen.

 

Die Bibel nennt uns Christen, den Leib Christi, die Gemeinschaft der Gläubigen auch Braut.

Jesus ist der Bräutigam.

So steht es im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen in Matthäus 25,6:

Um Mitternacht aber erhob sich ein lautes Rufen:

Siehe, der Bräutigam kommt!Geht ihm entgegen!“

 

Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der Jesus seine Braut ruft sich bereit zu machen für sein Kommen.

Es ist noch Zeit zur Vorbereitung.

Es ist noch Zeit sich für diesen Tag geistlich bereit zu machen.

 

Das bedeutet wie die klugen Jungfrauen unsere Lampen zu füllen.

Unser ganzes Leben auf Jesus, den Fels zu gründen.

 

Falsche Sicherheiten loszulassen.

Aus Sünde herauszutreten.

 

Und ihm, dem König der Könige und Herrn aller Herren Jesus Christus alles anzuvertrauen.

 

Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her.
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.

Denn er kommt gewaltig.

 

So steht es in Jesaja 40.

Aber sein Kommen wird gleichzeitig Erschütterungen bringen. Das irritiert viele Christen.

 

Weil sie das nicht mit ihrem Gottesbild in Einklang bringen.

Ich glaube, es wird Hand in Hand gehen.

 

Schauen wir uns einmal Hebräer 12,26 -27 an:

Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel. Dieses „noch einmal“ bedeutet: Alles, was Gott geschaffen hat, wird er dann von Grund auf verändern. Bleiben wird allein das Ewige, das nicht erschüttert werden kann.

 

Diese Erschütterung erleben wir seit geraumer Zeit.

Ich denke an Umstände und Menschen, die scheinbar unantastbar waren und sich ein eigenes Reich aufgebaut hatten.

Harvey Weinstein oder der Milliardär Jeffrey Epstein, der jahrelang einen Ring von teils minderjährigen Sexsklaven hielt und durch mächtige Freunde unbeschadet blieb.

Bis alles ans Licht kam und selbst Verwicklungen ins Königshaus von England zu Prinz Andrew führten.

 

Hier geht es nicht darum Menschen zu verurteilen.

Denn Jesus sagt: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“

(Johannes 8)

 

Aber Gott wird die Erde und unter Umständen auch unser Leben und unsere Gemeinden erschüttern.

Damit alles offenbar wird, was nicht auf den Fels Christus gebaut und gegründet ist.

Jedoch das erhalten und gefestigt stehen bleibt, was die DNA Gottes und das Siegel Gottes trägt.

 

Eben weil Jesus dabei ist sein ewiges Reich auf die Erde zu bringen.

 

Damit das geschehen kann, muss alles gerichtet und offenbar werden, was seinem Licht und der Wahrheit seiner Herrschaft nicht standhalten kann.

 

Dabei spielt seine Braut, also wir Christen, eine entscheidende Rolle.

 

 

Denn wir sollen sein Kommen in unseren Herzen, in unseren Gemeinden und auf dieser Erde aktiv mit vorbereiten.

 

Um im Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen zu bleiben bedeutet das: unsere Lampen mit Öl zu füllen und vorbereitet zu sein.

 

Weil wir gerufen sind mit ihm dieses Reich zu bauen und zu empfangen.

 

Ich glaube, dass wir in eine Zeit hinein gehen, die herausfordernd ist.

Viele prophetischen Stimmen sagen, dass Corona erst der Beginn der Krisen, der Wehen darstellt.

Ökonomen sagen, dass eine starke Rezession und auch Wirtschaftskrisen sehr wahrscheinlich sind.

 

Dass gewaltige Veränderungen bevorstehen.

Ein Kollege sagte kürzlich: „Was ist schon sicher in unseren Tagen?“

 

Das Matthäusevangelium setzt noch eines drauf und spricht von Kriegen und Kriegsgeschrei, von Hungersnöten und von gewaltigen Erdbeben.

Das alles ist aber erst der Anfang – so wie die ersten Wehen bei einer Geburt. (Matthäus 24,6-8)

Aber in dem Ganzen ruft uns Matthäus zu:

Lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende!

In dieser Zeit wird es eine gewaltige Seelenernte geben auf der Erde. Und wir als Volk Gottes sind gerufen diese Ernte einzuholen. Als Erntearbeiter. Sind wir bereit dafür?

 

Denn es heißt in Matthäus 9,37ff:

Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter«, sagte Jesus zu seinen Jüngern.
Darum bittet den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen.«

 

Wir sind also ein entscheidender Bestandteil von Gottes Plänen und dem, was kommen wird.

Bitten wir ihn um Weisheit und auch um Kühnheit.

Denn vieles wird sich in den nächsten Jahren gewaltig verändern – auf unserer Erde, in unseren Gemeinden und global gesehen.

 

Gott will, dass wir vorbereitet sind.

So wie er Joseph beauftragte in Ägypten Lagerhäuser zu bauen mit Vorrat für die dürren Jahre. Dabei geht es in unseren Tagen nicht nur um eine materielle Vorbereitung – aber auch dies ist wichtig.

 

Sondern in erster Linie um geistliche Vorsorge.

 

Gott will, dass wir als Christen in einer neuen Autorität wandeln.

Der Heilige Geist wird uns ausrüsten in einer Weise, wie es vorher noch nie dagewesen ist!

 

Die Welt wird Heilungen und Wunder erleben wie nie zuvor.

Wenn wir uns danach ausstrecken und nicht schlafen wie die 5 törichten Jungfrauen.

 

Was die Kraft Gottes tun wird, zeigt uns unter anderem Joel 3:

 

Nun zum Propheten Joel 3,1+2

Wenn dies geschehen ist, will ich, der Herr, alle Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, die alten Männer werden bedeutungsvolle Träume haben und die jungen Männer Visionen; ja sogar eure Knechte und Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist geben.

 

Wir werden eine neue Größe Gottes und Offenbarung seines Wesens erleben.

Diese wird Menschen zu ihm ziehen.

Tausende, Millionen Menschen und ganze Landstriche werden zu Gott umkehren.

In einer Dimension, wie wir sie uns noch nicht vorstellen können.

 

Gleichzeitig werden aber auch viele Christen Gott den Rücken kehren.

Die Bibel nennt das „den großen Abfall.“

 

So steht es in Matthäus 24,10ff:

Viele werden sich vom Glauben abwenden, einander verraten und hassen. Falsche Propheten werden in großer Zahl auftreten und viele verführen.
Und weil Gottes Gebote immer stärker missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Die Liebe wird bei vielen von euch erkalten.
Aber wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet.
Die rettende Botschaft von Gottes Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen.

 

Das alles soll uns nicht schrecken.

Lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende! Matthäus 13,6

 

Denn Gott offenbart in seiner Liebe diese Dinge in seinem Wort.

Eben weil wir Gott wichtig sind und er unser guter Hirte ist, ja er als Bischof unserer Seelen bezeichnet wird.

1. Petrus 2,25

 

 

Liebe Geschwister im Glauben und liebe Leser.

Prüfet alles (anhand der Schrift und im Gebet) und das Gute behaltet.

So sagt es die Bibel in 1. Thessalonicher 5,21

 

Meine Absicht ist nicht alle verrückt zu machen und in Angst zu treiben.

Aber ich spüre eine Verantwortung als Prediger des Wortes Gottes diese Dinge mit Ihnen und euch zu teilen.

 

Gott behüte und beschütze Sie und uns alle.

 

Amen.