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                             Ein unscheinbarer Spatz

 

 

Klein, aber oho! Genauso fühle ich mich, seit ich Jesus

getroffen habe. Es war ein schöner Sommertag. Das Korn stand schwer und

reif auf den Feldern.

Wir Vögel, aber auch die Mäuse, Feldhamster und Hasen fraßen uns jeden

Tag ordentlich voll. Uns ging es richtig gut. Unser Feld lag an einem Berghang.

Eher selten verirrten sich Menschen hierher. Doch eines Tages fiel eine große Menschenschar in unsere Ruhe ein. Sicherheitshalber versteckten wir uns zwischen den Ähren, in den Bäumen und Büschen. Die Menschen folgten einem jungen Mann. Er nahm auf einem hohen Felsblock Platz. Und die Leute setzten sich rundum ins Gras. Der junge Mann begann zu sprechen.

Ich war neugierig. Was er wohl Wichtiges zu sagen hatte?

Ich bin ein kleiner Spatz. Daher kann ich mich problemlos überall anschleichen. Mein braunes Gefieder ist absolut unauffällig. Und ich kann beinahe lautlos fliegen. Vorsichtig

flatterte ich zu dem Felsbrocken.

„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden“, sagte er gerade. Na ja, das war gerade nicht so sehr mein Problem.

Dann lehrte er die Menschen ein Gebet: „Unser tägliches Brot gib uns heute!“ Eine kluge Bitte! Er hatte eine freundliche Stimme. Es war gut, in seiner Nähe zu sein. Während er so sprach, war ich unauffällig immer weiter zu ihm hin gehüpft. „Sorgt euch nicht darum, dass ihr etwas zu essen habt!“,

erklärte er. In diesem Moment erblickte er mich! Er lächelte mir zu.

Dann wies er mit der Hand auf mich. Alle schauten mich an. „Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen und sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen. Euer himmlischer Vater ernährt sie.“ Ja, genauso war es. Gott sorgt gut für uns, bestätige ich mit meinem schönsten Gesang.

 

Die Geschichte von Gottes liebevoller Sorge um jeden von uns könnt ihr nachlesen im Matthäusevangelium, Kapitel 6,19-34