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                                       Was Glauben ist

In einem Gottesdienst möchte ein Pfarrer der Gemeinde und vor allem den Konfirmanden deutlich machen, was Glauben ist. Er hält mitten in der Predigt einen 10€-Schein hoch.

Alle Konfirmanden sind hellwach und schauen hin. „Glaubt ihr, dass dies ein echter10€-Schein ist?“ fragt er.

Alle nicken, einige sagen hörbar Ja. Er fragt weiter: „Dieser 10€-Schein ist für euch, ich verschenke ihn an einen von euch, glaubt ihr das?“

Verwundert, erstaunt, etwas ungläubig schauen die Konfirmanden den Pfarrer an.

Er versichert wieder und wieder, die zehn Euro wären für sie.

Schließlich rufen einige Ja. Sie halten es also für wahr und möglich. Dann hält ihnen der Pfarrer vor, dass sie es doch nicht richtig glauben.

Schließlich begreift eine Konfirmandin, steht auf, geht durch die ganze Kirche vor allen Leuten nach vorn, kommt bis zur Kanzel, streckt ihre Hand aus und bekommt vom Pfarrer die zehn Euro. Als sie freudestrahlend ihren Platz eingenommen hat, ärgern sich die anderen Konfirmanden, dass sie sich nicht getraut haben zu kommen. – Nun kann der Pfarrer erklären, was Glauben ist: aufhorchen auf

ein Wort, aufstehen, hingehen und empfangen, was in dem Wort versprochen wurde, und schließlich damit leben. Viele glauben an Gott, indem sie seine Existenz für wahr halten, aber sie kommen nicht zu ihm, empfangen ihn nicht, leben nicht mit ihm. Das ist ein toter Glaube des Kopfes. Aber ein lebendiger

Glaube des Herzens macht sich auf und empfängt alles, was Gott uns versprochen hat, und lebt damit.

Das Schönste an der Geschichte mit dem 10€-Schein aber war, dass die Konfirmandin auf Grund dieser Erfahrung dann wirklich auch zu Gott ging und sich im Glauben sein ganzes Heil abholte und fröhlich damit lebte.

 

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und

wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten!“       Johannes 6,35

 

Aus Axel Kühner „Überlebensgeschichten für jeden Tag“